Neben den üblichen Regularien stand bei der ersten Ortsratssitzung 2025 das Investitionsprogramm für die Jahre 2024 bis 2028 auf der Tagesordnung.
Gleich zu Beginn brachte die SPD-Fraktion ihre Enttäuschung darüber zum Ausdruck, dass erneut im Vorfeld keine Kommunikation zwischen Bürgermeister und Ortsrat stattgefunden hat. Auch in diesem Jahr konnten die Ortsratsmitglieder erst mit Übersendung der Unterlagen, also 1 Woche vor der Sitzung, feststellen, welche investiven Maßnahmen für Steinbach geplant bzw. nicht mehr enthalten sind.
So sind für das laufende Jahr lediglich 13.000,00 Euro veranschlagt, davon 1.000,00 Euro für kleinere Ergänzungen auf Spielplätzen und 12.000,00 Euro für die Sanierung der Duschräume in der Mehrzweckhalle. Ortsvorsteher Fabian Scheidhauer betonte, dass angesichts der geringen Beträge für Steinbach keine Neiddebatte zwischen den einzelnen Ortsteilen entstehen darf. Hierfür sei es aus seiner Sicht jedoch wichtig den Ortsrat in die Erstellung des Investplans miteinzubeziehen und nicht seitens der Stadt vor vollendete Tatsachen zu stellen. Bereits finanzierte Projekte aus den vergangenen Investitionsprogrammen wurden noch immer nicht umgesetzt, wie z. B. eine neue Schließanlage für das Sportheim oder eine Beleuchtung auf dem Freizeitgelände Hiemes. Der Auftrag für die Sanierung des Dorfplatzes wurde bis heute nicht vergeben. Gleiches gilt für die Fassadensanierung am Friedhofsgebäude, die seit letztem Jahr mit 25.000,00 Euro im Haushalt eingeplant und finanziert sind. Auch hierfür wurde bisher noch kein Auftrag vergeben. Die Toilettenanlage auf dem Friedhof ist bereits seit 2 Jahren geschlossen. Die Gründe für diese Verzögerungen sind dem Ortsrat nicht bekannt. Förderfähige Projekte wie die Erneuerung der Heizung im ehemaligen Schulgebäude wurden gestrichen, auch hierfür sind die Gründe nicht bekannt.
Fehlende Kommunikation wurde auch von Seiten der CDU-Fraktion moniert, die sich bei der Abstimmung enthielt, während sich die SPD-Fraktion dagegen aussprach und das Investitionsprogramm damit abgelehnt wurde.
Unter Mitteilungen und Anfragen bat der Ortsvorsteher die Verwaltung darum, in Steinbach ab und an eine mobile Geschwindigkeitsmesstafel aufzustellen, zumal eine feste Tafel für den Ort ebenfalls aus dem Investitionsprogramm gestrichen worden ist. Weiterhin teilte die SPD-Fraktion mit, dass man sich für eine Packstation im Ort beworben und hierfür auch schon ein geeigneter Platz gefunden wurde. Die Kosten für diese Packstation übernimmt DHL, das Bauamt ist bereits informiert. Abschließend wurde die Verwaltung an noch nicht beantwortete Anfragen wie z. B. den Einbau einer Babywickelablage in der Mehrzweckhalle, die Überprüfung der Treppe von der Brunnenwies zur Mehrzweckhalle sowie das dringend notwendige Rückschneiden der Bäume in der Rotheck erinnert.